Hochsensibilität

Was ist Hochsensibilität?

Das Phänomen Hochsensibilität ist noch nicht lange bekannt. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit, wie man vielleicht zunächst vermuten könnte.
Derzeit existieren verschiedene Theorien über die Entstehung oder die Ursachen. Als wahrscheinlichste Ursache wird eine erblich bedingte spezielle neuronale Konstitution angenommen.

Hochsensible Personen (HSP) nehmen ihre Umwelt anders wahr als Nicht-HSP. Ihnen fehlt gewissermaßen der „Filter“ im Gehirn, der normalerweise äußere Reize als wichtig oder unwichtig einstuft. Dadurch gelangen viel mehr Reize ins Bewusstsein, als bei Nicht-HSP.

Das kann Fluch und Segen zugleich sein!

Beispielsweise werden Gerüche häufig intensiver wahrgenommen. Bei einem Geruch, der als unangenehm empfunden wird, ist es natürlich eher Fluch. Wenn es allerdings um den zarten Duft einer Blüte geht, den man als HSP vielleicht eher wahrnimmt – und genießt – als eine Nicht-HSP, würde ich es eher als Segen bezeichnen. 😉

 

Wikipedia beschreibt HSP unter anderem folgendermaßen:

  • intensives Empfinden und Erleben
  • ausgeprägte subtile Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge)
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • detailreiche Wahrnehmung
  • hohe Begeisterungsfähigkeit, sehr vielseitige Interessen
  • sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
  • psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt)
  • stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen
  • ausgeprägtes intuitives Denken
  • langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten
  • Denken in größeren Zusammenhängen
  • ausgeprägter Altruismus, Gerechtigkeitssinn
  • Harmoniebedürfnis, Gewissenhaftigkeit
  • Intensives Erleben von Kunst und Musik
  • Perfektionismus
  • meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit

 

Laute Geräusche, hektische Umgebungen, viele Menschen (bzw deren unterschiedliche Stimmungen), Gerüche, Hitze, Kälte, … all das intensiver wahrzunehmen, als ein „normaler“ Mensch, ist anstrengend und oft ermüdend. HSP benötigen daher häufiger Ruhepausen, was in unserer heutigen Leistungsgesellschaft ein Manko ist. Auf der anderen Seite nehmen sie aber auch oft Dinge wahr, die anderen nicht auffallen. Dies kann durchaus von Vorteil sein!

Ich empfinde meine Hochsensibilität eher als Segen, denn als Fluch. Sie ermöglicht es mir, viele schöne Dinge wahrzunehmen, mich an Kleinigkeiten zu erfreuen, die vielen meiner Mitmenschen verborgen bleiben.

Weiterführende Infos findet ihr auch auf der Seite Zart besaitet.