Der Depression zuvor kommen – Was helfen kann

Heute ist einer dieser Tage an denen alles zu viel ist. Dummerweise treten diese Tage meist im Rudel auf. Ich bin unkonzentriert, überreizt. Ich spüre förmlich, wie die Stresshormone durch meinen Körper zirkulieren und mich in Anspannung versetzen. Dabei ist eigentlich gar nichts los.

Naja gut … Das stimmt nicht so ganz. Ich stecke derzeit mitten in den Vorbereitungen auf meine Selbstständigkeit. Mein Angestelltenverhältnis endet in drei Wochen. Danach … Keine Ahnung, was dann kommt. Klar, ich habe Pläne und ich habe Vorkehrungen getroffen. Ich bin dabei, meinen Traum in die Tat umzusetzen. Aber Träume zu verwirklichen macht auch eine Heidenangst. Mir zumindest. Dabei hab ich eigentlich nicht viel zu verlieren. Gewinnen kann ich wiederum umso mehr!


„Träume zu verwirklichen macht eine Heidenangst!“


Tagsüber sitze ich also im Büro, nach Feierabend bastle ich an meinem Traum, der langsam Gestalt annimmt. So weit, so gut.

Gerade in solchen Phasen klopft allerdings gerne die Depression wieder einmal an. Sie schleicht sich ganz leise an und legt sich ganz sanft auf dein Gemüt, sodass du es zunächst gar nicht merkst. Sie wird genährt durch Stress.

Früher habe ich nicht gemerkt, wie sie sich anschleicht. Da hat es sich eher angefühlt, als würde sie sich auf mich stürzen und ich hätte nicht die geringste Chance, dem etwas entgegen zu setzen.

Heute bin ich wachsamer. Ich erkenne die Zeichen. Und dann kann ich handeln, ehe die Depression mich völlig lähmt.

Man kann sich Verhaltensmuster erarbeiten, die einem in solchen Situationen helfen. Jedem tut etwas anderes gut, schließlich tickt jeder anders. Man muss einfach verschiedene Dinge ausprobieren.


Dies sind ein paar Dinge, die mir gut tun:

 

  • Ich sage Termine ab, bzw. mache keine neuen aus
  • Das Wochenende halte ich mir komplett frei, nehme mir nichts vor
  • Autogenes Training
  • Viel Wasser trinken
  • Auf dem Balkon stehen, frische Luft atmen, dem Vogelgezwitscher lauschen
  • Ein gutes Buch lesen (einen Roman, aber keine schwere Kost)
  • Pianomusik auf Spotify hören
  • Mich bei niemandem melden, nicht auf Nachrichten reagieren
  • Das Smartphone einfach mal links liegen lassen
  • Früh schlafen gehen (damit hab ich zum Glück keine Probleme)
  • Heiße Schokolade oder warme Milch mit Honig
  • Ein heißes Bad
  • Einfach irgendwohin fahren, ans Meer, die Elbe, völlig egal, einfach raus
  • Mir selbst einen Strauß Blumen schenken
  • Geschichtsdokus auf Youtube gucken

Ob diese Dinge auch jemand anderem helfen, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist die eine oder andere Inspiration dabei. 😉

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